Jump! - Golden Beach
Knapp unterhalb der Wolkendecke befindet sich die Landebahn von Quito, Ecuador. Kein Wunder, Quito befindet sich auch auf 2800 Meter und ist umgeben von riesigen Bergen. Man hat das Gefühl, die Stadt befindet sich in den Wolken. Quito, mit rund 2 Mio. Einwohnern, begrüsste uns mit heftigen Regengüssen. Wir nutzten die Zeit, um uns in der gemütlichen Unterkunft zu entspannen. Das "Casa Helbling" wurde von Schweizern gegründet und überal wird auch Deutsch gesprochen. Wir fühlten uns sofort wie zu Hause. Die Stadt Quito gehört angeblich zu den schönsten Städten Südamerikas, vielleicht lag es am Wetter, wir waren nicht sonderlich begeistert. Ecuador hat vor ein paar Jahren als Währung den USD eingeführt, was ich bis zur Ankunft nicht wusste. Haupteinnahmequelle ist das Erdöl, für welches extrem viel Regenwald abgeholt wurde. Fast jährlich wird hier in Ecuador der Präsident gestürzt. So war es nicht verwunderlich das man beim Spazieren in der Stadt auf Demonstrationen stiess.
Tausend Kilometer westlich von Südamerika befinden sich die Galapagos-Inseln. Die Insel-Gruppe besteht aus 14 grösseren Inseln und 100 winzigen. Die meisten Inseln stehen unter Naturschutz und sind nicht bewohnt. Diese darf man auch nur mit einem Guide betreten und es ist nicht erlaubt, vom gekennzeichneten Weg abzukommen. Tiere und Pflanzen dürfen nicht berührt werden. Von der Schweiz aus buchten wir eine 8-tägige Kreuzfahrt, zugegeben diese hatten wir uns anders vorgestellt. Wir dachten an Sonne, Erholung, Strand und Meer. Was uns erwartete, war ein vollgepacktes Programm, Adventures und wenig Schlaf. Aber es lohnte sich, Galapagos war definitiv eines unserer Highlights.
Schnorcheln vom Dinghy
Seelöwen-Attacke
Am ersten Tag erkundeten wir die Hauptinsel Santa Cruz zu Fuss und mit dem Auto. Santa Cruz ist die einzige "zivilisierte Insel" und 20'000 Menschen leben mitlerweile dort. Diese Insel hätte vom Flair und dem Klima auch irgendwo in der Karibik sein können. Am Abend ging es weiter zu unserem Schiff, welches vor der Küste ankerte. Die "Encantada" hatte Platz für 12 Touristen, 5 Besatzungskräfte und dem Guide. Auf dem Schiff war der Platz so knapp bemessen, das wir zu zweit in unsere Kabine nicht stehen konnten. Kurz nach dem Essen machte der Kapitän das Schiff zur Fahrt bereit. Hätte mir jemand vorher ein Video von so einer Fahrt gezeigt, ich hätte mit 2x überlegt, auf das Schiff zu gehen. Der Seegang war von zwei Faktoren abhängig, Geschwindigkeit des Schiffes und der Stärke des Wellenganges. Ersteres betrug nachts um die 60 Stundenkilomenter. Zweiteres war in den ersten drei Tagen eher wild. Es hat nachts so stark geschaukelt, dass wir beinahe aus dem Bett fielen. Links, rechts, vorne, hinten.... Schlafen war wenn überhaupt nur auf dem Rücken möglich. Der nächtliche Toilettengang hatte viele blaue Flecken zur Folge. Man fiel fast von der Schüssel ;-) Die Encantada liess die meiste Strecke nachts hinter sich. Zudem war der Motor des Schiffes extrem laut. "Let's begin the Heavy Metal Concert" scherzte die Crew jeden Abend. Zum Glück war ich noch in einer Apotheke und bekam eine Mischung aus Schlaftabletten und Seekrankheitsmittel verabreicht. Ich vermute in Europa würden die Pillen unter Drogen gehen, aber ich hätte es ohne diese nicht ausgehaltet. So kam ich nachts immerhin ein bisschen zu Schlaf. Am nächsten Morgen beim Frühstück, schon um 7 Uhr, sah ich in viele müden Augen. Fast niemand hatte ein Auge zugetan. Die Encantada - unser Zuhause
Und trotzdem es hat sich gelohnt. Am ersten Tag auf See umkreisten Orca Wale unser Boot. Wir gingen sofort mit dem kleinen Motorboot - Dinghy etwas näher zu Ihnen heran. Zum berühren waren 2 ausgewachsene Orcas mit 2 Jungen, auf der Suche nach Seelöwen und Schildkröten. Orcas sind extrem selten zu sichten in Galapagos, wir hatten unglaubliches Glück und es war ein faszinierendes Erlebnis.
Orca
Blue Foot Booby
Turtle
Frigate
Baby-Seelion
Iguana
Pingu
Auch sonst war jeder Schnorcheltrip ein riesiges Ereignis, manchmal auch sehr anspruchsvoll und anstrengend. Man schnorchelte selten von der Küste aus, sondern oft vom Dinghy. Unbeschreiblich, was wir alles erlebten. Ab und zu trafen wir auf riese Manta-, Stachel- und Adlerrochen, welche majestätisch an uns vorbei glitten. Man hätte stundenlang denen nach schwimmen können. Auch die 1,20m grossen Seeturtels lösten bei uns jedes Mal Begeisterung aus, wenn man mit den gemütlichen Tieren in Kontakt kamen.
Manta
shark
In Galapagos ist die Tierwelt anders als sonst wo. Überal auf den Pfaden tumeln sich Tiere, seien es Seelöwen, Iguane oder Vögel. Hier macht der Mensch den Tieren Platz, nicht umgekehrt. Da es nicht erlaubt ist, die Tiere anzufassen, kommen diese auch näher als anderswo und man sieht somit auch mehr.
Iguana
Eule
Ich habe in einer Woche Galapagos 700 Bilder geschossen - ich weiss gar nicht was ich alles noch schreiben soll, dann wäre ich morgens noch dran. Somit ist es mir diesmal extrem schwer gefallen, mich hier auf wenige Bilder zu beschränken.
red Beach
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