Yasar on Tour
Sonntag, 17. Juli 2011
Buenos F....... Aires
Dieser Eintrag wird wohl einer meiner letzten sein, denn bald neigt sich meine Reise dem Ende zu. Nur noch ein zweiwoechiger Aufenthalt in Thailand steht auf meinem Reiseplan, bevor ich mich wieder der lieben Schweiz und dem Ernt des Leben zu wenden darf.
Ende April machte ich mich vom heissen Autralien auf den Weg nach Buenos Aires, wo bald der Winter einbrach. Bs As kannte ich bereits schon von meinem ersten Suedamerika aufenthalt und ich freute mich, dass ich bald viele meiner alten Bekannten besuchen durfte. Meine Unterkunft befand sich mitten im Zentrum der Stadt und von meinem Balkon konnte ich direktauf das schoene Kongressgebaeude schauen. Wenn ich da oben stand,fuehlte ich mich jedesmal in die glorreichen Zeiten Argentiniens versetzt, wo reiche Adelsleute das Treiben der Stadt bestimmten. Vor ein, zwei hundert Jahren gehoerte Argentinien zu den reichsten Laender der Welt und noch heute kann man die einstmalige Pracht in den architektonischen Meisterwerken bestaunen. Doch vieles aenderte sich im Jahre 2000, als das ganze Land einen Staatsbankrott durchmachte und die Regierung alle (!) Konti einfrieren liess, sowie einen mehrtaegigen Aussgehverbot verhaengte. So verwundert es einen nicht, dass ehemalige Banker und Politiker heute als Taxifahrer aribeiten muessen. Argentinien hat eine bewegte Geschichte, die vor alem durch die Militaerdiktatur beeinflusst wurde. In den 70er Jahren nahm diese den "ungehorsamen" Familien die Kinder weg und steckten diese in andere Familien. So bietet die Regierung noch heute fuer gewisse Jahrgaenge kostenlose DNA Tests an, wo die heute erwachsenen Kinder ihre Eltern suchen koennen und immer wieder werden auch welche gefunden.
So, genug Geschichtsstunde. Wieder zu mir.Die Argentinier lieben es zu protestieren und taeglich ab 9.00 Uhr morgen beginnt direkt vor meiner Haustuere der Laerm. Meistens sind diese Proteste friedlich. Meistens. Einmal befand ich mich in einer Meute maskierter Maenner mit Eisenstangen bewaffnet. Ich habe mich selten so schnell rennen sehen.
Buenos Aires lebt. Es gibt immer etwas zum Unternehmen und die Leute hier lieben das Leben, die Liebe und das gute Essen.Wie ich uebrigens auch. Und sonst dreht sich alles ums Nachtleben. Es gibt kein (!) Tag, wo man nicht bis morgens 7.00 Uhr feiern kann. So wurde sogar der Montag zum Ausgehtag gemacht. Dieser Rhythmus kann man nicht lange mitmachen und irgendwannwar praktisch die ganze Residence krank ohne Geld vorzufinden.
Mit der Zeit kehrte aber auch bei mir der Alltag ein und man begann nach so vielen Monaten das ein oder andere in der Schweiz zu vermissen. Naja, ich hatte auch meine kleinen Krisen hier. Nicht, dass ich hier keine Freunde hatte, nein ganz im Gegenteil, ich hatte viele gute Personen kennengelernt und vor allem mit Takamasa aus Japan und spaeter dann Philip aus Deutschand hatte ich eine super Zeit. Zudem kam Andres, mein Freund aus Chile, zu einem kurzen Besuch vorbei und spaeter auch Paolo und Tansu, mit welchen ich eine hammer Zeit hatte.
Mit Paolo machte ich mich nach Cordoba um dort Loli und ihre Freundinnen zu besuchen, mit denen ich eine super Zeit im Januar hatte. Auch dieses mal sollte es nicht anders werden und gegen Ende wollten uns die vielen Damen nicht mehr gehen lassen. Kein Wunder, Paolo und ich haben unsere Kochkuenste zum besten gegeben und liebe geht bekanntlich durch den Magen "Scherz"
Mit Tansu, Philip, Taka, Tefi und Lara machte ich mich auf den Weg nach Iguazu, den grossen Wasserfaellen. Aber zuerst genossen wir in allen zuegen das Nachtleben. Nach fast einem Jahr hatten Tansu und ich vieles nachzuholen. Und nach naechtelangem durchfeiern machten wir uns dann in einer 18 stuendigen Busfahrt an die Grenze von Brasilien, Argentinien und Paraguay auf den weg.
Wie so viele male sitze ich auf einer Bank im Park des Kongresses und geniesse die Sonnenstrahlen. Seit ich hier in Argentinien bin hat es ca. viermal geregnet. Buenos Aires ist eine sehr sonnige Stadt, es kann aber auch saukalt werden. Schweren Herzen verabschiede ich mich von dieser chaotischen, aber sehr reizenden Stadt. Eines habe ich hier gelernt. Man muss nicht viel Geld und Statussymbole haben um das Leben geniessen zu koennen. So viel Lebensfreude habe ich selten an einem Ort gesehen
Sonntag, 24. April 2011
Australien
Sydney empfing uns mit einer drückenden Hitze. Obwohl die Sonne selten zu sichten war, war es so heiß, dass man nachts kaum ein Auge zu getan hat. Zu Fuss machten wir uns vorerst mal auf Erkundungstour. Botanische Gärten, die Harbour Brücke und natürlich das Opernhaus stand als erstes auf dem Programm. Sydney ist eine belebte Stadt, die wir von Anfang an sympathisch fanden. Wir haben aber bewusst nicht viel Zeit verbracht, da wir am Schluss noch weitere Tage dort verbringen werden. Doch dem Bondi-Beach mussten wir aber auf alle Fälle einen Besuch abstatten, denn zum Einen konnte man tagsdurch bei dieser Hitze sowieso nicht viel in der Stadt machen (außer Shoppen, aber das haben wir uns für den Schluss aufgespart), zum Anderen zieht der “Baywatch” ähnliche Strand Touristen und Surfer aus aller Welt an und gehört zu den “Must Seen” von Sydney. Wie es der Zufall grad wollte fand ein grosser Surfcontest am Bondi-Beach statt. Fernsehteams aus aller Welt waren am Strand versammelt und filmten die Profis.
Es verblieben uns für den Trip in Australien 6.5 Wochen. Wir waren uns anfänglich nicht sicher, welchen Teil wir bereisen sollten. Den weniger touristischen Westen, oder den sehr touristischen Osten. Und zudem waren wir uns auch nicht sicher, wie wir reisen sollten. Camper oder Bus. Weil wir halt schon sehr viel auf der Welt gesehen haben und einige abenteuerlichen Erlebnisse hinter uns hatten, entschieden wir uns den Osten mit dem Bus zu bereisen. Wir waren mehr auf der Suche nach Sonne und Erholung, als noch weitere Abenteuer. Wir buchten also den Grayhound Bus von Sydney in den Norden nach Cairns. Wo wir wann einen Stopp machten war uns selbst überlassen. Unsere erste Station war Byron Bay, ein Surferdorf, welches ohne Backpacker wohl gar nicht existieren würde (wie so manches an der Ostküste). Byron Bay ist für die schönen Strände, guten Wellen und das verrückte Nachtleben bekannt. Beim letzten Punkt merkt man schnell, was für Leute hauptsächlich den Osten bereisen: weiblich, meistens aus dem Norden (England, Schweden oder Holland) jung und trinkfreudig. Das Niveau war dementsprechend hoch. Als kleines Beispiel: Ich musste in einer jungen deutschen Abiturandin erklären, warum die Schweiz ein eigenes Land ist und nicht einfach der deutsch-sprachige Teil zu Deutschland gehöre und der französische zu Frankreich etc. Ich wusste ehrlich gesagt nicht, was ich dazu antworten sollte. Aber natürlich waren nicht alle so und man traf auch auf sehr interessante Personen, welche Australien wegen dem wesentlichsten bereisen: die faszinierende Natur. Kultur ist nämlich an der Ostküste Australien selten zu finden. Es ist wirklich schwierig, mit Australier ins Gespräch zu kommen, den man verkehrt praktisch nur mit Backpacker. Aber auch das kann sehr spannend sein.
Nach Byron Bay ging die Reise weiter nach Surfers Paradise. Ich hätte mir das niemals so gross vorgestellt und optisch sah es aus wie Miami. Hochhäuser am Strand und viel Glamour. Ca. 20min im Landesinnern lebten Bekannte aus der Schweiz von uns, welche wir einen Besuch abstatten. Wir mieteten ein Auto, was für mich hieß, dass ich das erste mal links fahren durfte. Anfänglich fühlte ich mich gar nicht wohl und immer wenn ich blinken wollte, betätigte ich den Scheibenwischer. Tagsdurch erkundeten wir die Gegen rund um Surfers und am Abend wurden wir mit dem besten Essen verwöhnt. Zürichgeschnetzeltes, Schoggi-Puding und selbstgemachter Zopf waren auf dem Speiseplan. Kein Wunder das es uns da so lange festgehalten hat. Vielen Dank noch an Vreni, Fränzi, Miriam, Gysela und Ingo für die Gastfreundschaft.
In Surfers besuchten wir noch einen Streichelzoo für Kängeruhs und Koalas. So hatte man mal die Möglichkeit, diese wunderschönen Tiere von nahem zu betrachten. Im Zoo drin hatte es noch einen Adventure Park und dank dem PTT6 (UBS) war ich schon ein halber Profi, was das Klettern in den Bäumen betrifft.
Mit Brisbane lag die nächste Grossstadt auf dem Programm. Die Ostküste hatte den schlechtesten Sommer aller Zeiten hinter sich und praktisch alle Städte waren von Überschwemmungen betroffen. Brisbane hatte es ziemlich stark erwischt, was zur Folge hatte, dass sie dem Ufer entlang immer noch viele Baustellen hatten. Wir waren in der Herbstzeit in Australien und hatten abgesehen von ein paar Regentage sehr Glück mit dem Wetter. In Brisbane erwartete uns wieder eine Hitzewelle und da die Stadt wenig zu bieten hat und es so heiß war, machten wir uns, kürzer als geplant, nach einen Tag auf die Weiterreise nach Noosa.
In Noosa sind wir aus verschiedenen Gründen stecken geblieben. Einer der Gründe war sicherlich das gute Hostel, welches mehr nach einem edlen Hotel aussah, als nach ein Hostel. Sonst war Noosa ein kleines Surferdorf, dass außer schönen Stränden und hübschen Villen nicht viel zu bieten hatte. Aber für eines war es bekannt, denn es lockte Surfer von überall her an. Ich war eigentlich nicht sehr motiviert, das Surfen zu lernen, da ich nicht so ein Fan von Brettsportarten bin. Als ich es dann aber trotzdem versuchte, hatte es mich plötzlich gepackt. Und so waren schnell zwei Wochen vorüber und wir waren immer noch in Noosa. Es verging kein Tag, wo ich nicht auf dem Brett stand. Mit der Zeit versuchte ich immer die grösseren Wellen zu erwischen, was leider nicht immer klappte und es paar mal schmerzlich endete.
Der dritte Grund warum wir so lange in Noosa waren, war unter anderem das Wetter. Gegen Schluss hatten wir ein paar regnerische Tage und wir warteten bis es wieder aufheiterte, denn als nächstes waren unsere Ausflüge nach Fraser Island und Whitsunday Islands geplant, welches zu den Highlights der Eastcoast zählen.
Auf Fraser Island buchten wir eine dreitägige 4x4 Tour. In einer achter Gruppe war man in einem Allrounder Jeep und wir mussten dieses Gefährt selber durch Dschungel und über Sanddünen lenken, was nicht immer ganz einfach war. Fraser ist die grösste Sandinsel der Welt und die ganze Insel ist ein Naturpark, was zur Folge hatte, dass es keine Strassen auf der Insel hatte, was die Fahrt teils sehr holprig machte und nicht immer ganz ungefährlich. Unser Auto kam am Schluss ohne Rückspiegel und mit ein paar Beulen zurück.
Während man tagsdurch die meiste Zeit im Auto die Insel erkundete, verbrachte man Abends die Zeit auf dem Campingplatz, wo um die 100 Personen übernachteten. Für die Verpflegung war jede Gruppe selbst verantwortlich, man musste selber einkaufen und auch kochen. Übernachtet hatte man in Zelten und da niemand gerne in Zelter schläft, verbrachten fast alle mehr Zeit draußen mit tanzen, singen und trinken. Am nächsten Morgen sah man in viele müde Gesichter und teils lagen immer noch ein paar Alkoholleichen (praktisch immer Engländer) herum.
Fraser ist für die einzigartige Natur- und Tierwelt bekannt. Im Meer war es nicht möglich zu baden, da es erstes zu wild war und zu dem viele Haie hatte. Aber auf der Insel hatte es wunderschöne Seen und dort machten wir immer wieder mal einen Badestopp. Man sah viele Spinnen in allen Farben und Grössen, teils auch giftige. Am Abend kamen Dingo bis zu einem Meter an den Campingplatz heran, auf der Suche nach etwas Essbaren. Die Dingos sind Wildhunde, welche zwar sehr schön aussehen, aber dem Menschen gefährlich werden können. So wird ab und zu jemand von einem Rudel Dingos angegriffen und ab und zu auch tödlich endet. So bekamen wir die Anweisung, dass niemand alleine auf die Toilette gehen darf, da sie meistens auf einzelne Opfer losgehen. Eine junge Dame in unserer Gruppe machte sich morgens um sechs trotzdem alleine auf den Weg auf die Toilette, da es schon hell war, dachte sie, sei es nicht länger gefährlich. Plötzlich war sie von einem Rudel Dingos umzingelt, sie konnte sich zum Glück noch auf einen Baum flüchten und um Hilfe rufen.
Viele Schlangen sind auf Fraser heimisch, so auch drei der giftigsten. Wir hatten zwei Mal mit diesen Tieren Bekanntschaft gemacht. Beides Mal waren es zwar giftige Schlangen, aber keine tödlichen.
Nach Fraser folgte schon der nächste Ausflug. Von Early Beach ging es auf einen dreitägigen Segeltrip zu den Whitsunday Insel. Dreizehn Passagiere und eine Crew von drei Personen fasste “Mandrake”, das Rennsegelboot, welches lang als Trainingsboot für den American Cup diente. Komfort war auf dem Schiff fehl am Platz und eigentlich ist das Schiff für eine Crew von zwölf Personen gemacht. Für uns hatte dies zur Folge, dass man ab und zu mal mit anpacken musste und dafür ein bisschen das Segelhandwerk erlernen konnte. Wir hatten perfektes Wetter, was wirklich Glück war, denn seit Wochen hatten sie dort schlechtes Wetter und manch Segeltrip musste abgebrochen werden, da alle Gäste Seekrank wurden.
Am ersten Tag verbrachten wir viel Zeit auf See, machten immer wieder bei einem Korallenriff einen Stopp um zu Schnorcheln. Am Abend ankerten wir in einer Bucht, verspeisten das vorzügliche Abendessen und schauten bei gemütlicher Musik der Milchstrasse empor und sahen die eint oder andere Sternschnuppe. Die Stimmung war einfach genial und manch einer verbrachte die Nacht auf Deck und nicht in seinem engen Bett an Board.
Am nächsten Tag ging es zum Whiteheaven Beach, der zu den schönsten Stränden der Welt gehört. Und wir haben schon viele schöne Strände unterwegs gesehen, und dieser Übertraf alles. Der Sand war Silikonsand. Ich habe noch nie so etwas feines und weisses gesehen. Dieser steht unter Naturschutz, denn es gibt auf der Welt fast kein Silikonsand mehr. Mit diesem Sand werden die grössten und besten Teleskope hergestellt.
Das Wasser war sehr klar und wir waren nur bis zu den Knien drin und sahen ein Meter von uns entfernt Lemonsharks, welche auf der Jagd nach fischen waren. Diese Haie waren aber für den Menschen nicht gefährlich. Viel mehr sorgen machten sich alle wegen den Quallen. Man hätte wegen der Qualensaison nicht ohne Schwimmanzug in das Wasser reingehen dürfen, denn dies hätte tödlich enden können. Wir waren drei mal täglich Schnorcheln und ich hatte einmal eine Qualle gesehen. Man musste also wirklich Pech haben, um von so einem Tier gestochen zu werden.
Kaum zurück von der See ging es schon zum nächsten spontanen Ausflug. Diesmal buchten wir einen Schnorcheltrip zum Great Barrier Reaf. Dieses riesige Korallenriff ist ein Naturwunder und wenn man diese vielen bunten Farben im Wasser sah, kam man sich wie in einer Fantasiewelt vor und ist kaum in Worte zu fassen.
Bevor meine Weiterreise nach Argentinien geht und Sandra auf den Heimweg macht, machten wir noch einen Halt in Melbourne, wo wir noch viel einkauften und die letzen Tage in Australien genossen. Die Stadt bietet extrem viel und hat eine gute Kunst- und Musikszene. So besuchten wir ein Musical und waren noch am Bob Dylan Konzert.
Es verblieben uns für den Trip in Australien 6.5 Wochen. Wir waren uns anfänglich nicht sicher, welchen Teil wir bereisen sollten. Den weniger touristischen Westen, oder den sehr touristischen Osten. Und zudem waren wir uns auch nicht sicher, wie wir reisen sollten. Camper oder Bus. Weil wir halt schon sehr viel auf der Welt gesehen haben und einige abenteuerlichen Erlebnisse hinter uns hatten, entschieden wir uns den Osten mit dem Bus zu bereisen. Wir waren mehr auf der Suche nach Sonne und Erholung, als noch weitere Abenteuer. Wir buchten also den Grayhound Bus von Sydney in den Norden nach Cairns. Wo wir wann einen Stopp machten war uns selbst überlassen. Unsere erste Station war Byron Bay, ein Surferdorf, welches ohne Backpacker wohl gar nicht existieren würde (wie so manches an der Ostküste). Byron Bay ist für die schönen Strände, guten Wellen und das verrückte Nachtleben bekannt. Beim letzten Punkt merkt man schnell, was für Leute hauptsächlich den Osten bereisen: weiblich, meistens aus dem Norden (England, Schweden oder Holland) jung und trinkfreudig. Das Niveau war dementsprechend hoch. Als kleines Beispiel: Ich musste in einer jungen deutschen Abiturandin erklären, warum die Schweiz ein eigenes Land ist und nicht einfach der deutsch-sprachige Teil zu Deutschland gehöre und der französische zu Frankreich etc. Ich wusste ehrlich gesagt nicht, was ich dazu antworten sollte. Aber natürlich waren nicht alle so und man traf auch auf sehr interessante Personen, welche Australien wegen dem wesentlichsten bereisen: die faszinierende Natur. Kultur ist nämlich an der Ostküste Australien selten zu finden. Es ist wirklich schwierig, mit Australier ins Gespräch zu kommen, den man verkehrt praktisch nur mit Backpacker. Aber auch das kann sehr spannend sein.
Nach Byron Bay ging die Reise weiter nach Surfers Paradise. Ich hätte mir das niemals so gross vorgestellt und optisch sah es aus wie Miami. Hochhäuser am Strand und viel Glamour. Ca. 20min im Landesinnern lebten Bekannte aus der Schweiz von uns, welche wir einen Besuch abstatten. Wir mieteten ein Auto, was für mich hieß, dass ich das erste mal links fahren durfte. Anfänglich fühlte ich mich gar nicht wohl und immer wenn ich blinken wollte, betätigte ich den Scheibenwischer. Tagsdurch erkundeten wir die Gegen rund um Surfers und am Abend wurden wir mit dem besten Essen verwöhnt. Zürichgeschnetzeltes, Schoggi-Puding und selbstgemachter Zopf waren auf dem Speiseplan. Kein Wunder das es uns da so lange festgehalten hat. Vielen Dank noch an Vreni, Fränzi, Miriam, Gysela und Ingo für die Gastfreundschaft.
In Surfers besuchten wir noch einen Streichelzoo für Kängeruhs und Koalas. So hatte man mal die Möglichkeit, diese wunderschönen Tiere von nahem zu betrachten. Im Zoo drin hatte es noch einen Adventure Park und dank dem PTT6 (UBS) war ich schon ein halber Profi, was das Klettern in den Bäumen betrifft.
Mit Brisbane lag die nächste Grossstadt auf dem Programm. Die Ostküste hatte den schlechtesten Sommer aller Zeiten hinter sich und praktisch alle Städte waren von Überschwemmungen betroffen. Brisbane hatte es ziemlich stark erwischt, was zur Folge hatte, dass sie dem Ufer entlang immer noch viele Baustellen hatten. Wir waren in der Herbstzeit in Australien und hatten abgesehen von ein paar Regentage sehr Glück mit dem Wetter. In Brisbane erwartete uns wieder eine Hitzewelle und da die Stadt wenig zu bieten hat und es so heiß war, machten wir uns, kürzer als geplant, nach einen Tag auf die Weiterreise nach Noosa.
In Noosa sind wir aus verschiedenen Gründen stecken geblieben. Einer der Gründe war sicherlich das gute Hostel, welches mehr nach einem edlen Hotel aussah, als nach ein Hostel. Sonst war Noosa ein kleines Surferdorf, dass außer schönen Stränden und hübschen Villen nicht viel zu bieten hatte. Aber für eines war es bekannt, denn es lockte Surfer von überall her an. Ich war eigentlich nicht sehr motiviert, das Surfen zu lernen, da ich nicht so ein Fan von Brettsportarten bin. Als ich es dann aber trotzdem versuchte, hatte es mich plötzlich gepackt. Und so waren schnell zwei Wochen vorüber und wir waren immer noch in Noosa. Es verging kein Tag, wo ich nicht auf dem Brett stand. Mit der Zeit versuchte ich immer die grösseren Wellen zu erwischen, was leider nicht immer klappte und es paar mal schmerzlich endete.
Der dritte Grund warum wir so lange in Noosa waren, war unter anderem das Wetter. Gegen Schluss hatten wir ein paar regnerische Tage und wir warteten bis es wieder aufheiterte, denn als nächstes waren unsere Ausflüge nach Fraser Island und Whitsunday Islands geplant, welches zu den Highlights der Eastcoast zählen.
Auf Fraser Island buchten wir eine dreitägige 4x4 Tour. In einer achter Gruppe war man in einem Allrounder Jeep und wir mussten dieses Gefährt selber durch Dschungel und über Sanddünen lenken, was nicht immer ganz einfach war. Fraser ist die grösste Sandinsel der Welt und die ganze Insel ist ein Naturpark, was zur Folge hatte, dass es keine Strassen auf der Insel hatte, was die Fahrt teils sehr holprig machte und nicht immer ganz ungefährlich. Unser Auto kam am Schluss ohne Rückspiegel und mit ein paar Beulen zurück.
Während man tagsdurch die meiste Zeit im Auto die Insel erkundete, verbrachte man Abends die Zeit auf dem Campingplatz, wo um die 100 Personen übernachteten. Für die Verpflegung war jede Gruppe selbst verantwortlich, man musste selber einkaufen und auch kochen. Übernachtet hatte man in Zelten und da niemand gerne in Zelter schläft, verbrachten fast alle mehr Zeit draußen mit tanzen, singen und trinken. Am nächsten Morgen sah man in viele müde Gesichter und teils lagen immer noch ein paar Alkoholleichen (praktisch immer Engländer) herum.
Fraser ist für die einzigartige Natur- und Tierwelt bekannt. Im Meer war es nicht möglich zu baden, da es erstes zu wild war und zu dem viele Haie hatte. Aber auf der Insel hatte es wunderschöne Seen und dort machten wir immer wieder mal einen Badestopp. Man sah viele Spinnen in allen Farben und Grössen, teils auch giftige. Am Abend kamen Dingo bis zu einem Meter an den Campingplatz heran, auf der Suche nach etwas Essbaren. Die Dingos sind Wildhunde, welche zwar sehr schön aussehen, aber dem Menschen gefährlich werden können. So wird ab und zu jemand von einem Rudel Dingos angegriffen und ab und zu auch tödlich endet. So bekamen wir die Anweisung, dass niemand alleine auf die Toilette gehen darf, da sie meistens auf einzelne Opfer losgehen. Eine junge Dame in unserer Gruppe machte sich morgens um sechs trotzdem alleine auf den Weg auf die Toilette, da es schon hell war, dachte sie, sei es nicht länger gefährlich. Plötzlich war sie von einem Rudel Dingos umzingelt, sie konnte sich zum Glück noch auf einen Baum flüchten und um Hilfe rufen.
Viele Schlangen sind auf Fraser heimisch, so auch drei der giftigsten. Wir hatten zwei Mal mit diesen Tieren Bekanntschaft gemacht. Beides Mal waren es zwar giftige Schlangen, aber keine tödlichen.
Nach Fraser folgte schon der nächste Ausflug. Von Early Beach ging es auf einen dreitägigen Segeltrip zu den Whitsunday Insel. Dreizehn Passagiere und eine Crew von drei Personen fasste “Mandrake”, das Rennsegelboot, welches lang als Trainingsboot für den American Cup diente. Komfort war auf dem Schiff fehl am Platz und eigentlich ist das Schiff für eine Crew von zwölf Personen gemacht. Für uns hatte dies zur Folge, dass man ab und zu mal mit anpacken musste und dafür ein bisschen das Segelhandwerk erlernen konnte. Wir hatten perfektes Wetter, was wirklich Glück war, denn seit Wochen hatten sie dort schlechtes Wetter und manch Segeltrip musste abgebrochen werden, da alle Gäste Seekrank wurden.
Am ersten Tag verbrachten wir viel Zeit auf See, machten immer wieder bei einem Korallenriff einen Stopp um zu Schnorcheln. Am Abend ankerten wir in einer Bucht, verspeisten das vorzügliche Abendessen und schauten bei gemütlicher Musik der Milchstrasse empor und sahen die eint oder andere Sternschnuppe. Die Stimmung war einfach genial und manch einer verbrachte die Nacht auf Deck und nicht in seinem engen Bett an Board.
Am nächsten Tag ging es zum Whiteheaven Beach, der zu den schönsten Stränden der Welt gehört. Und wir haben schon viele schöne Strände unterwegs gesehen, und dieser Übertraf alles. Der Sand war Silikonsand. Ich habe noch nie so etwas feines und weisses gesehen. Dieser steht unter Naturschutz, denn es gibt auf der Welt fast kein Silikonsand mehr. Mit diesem Sand werden die grössten und besten Teleskope hergestellt.
Das Wasser war sehr klar und wir waren nur bis zu den Knien drin und sahen ein Meter von uns entfernt Lemonsharks, welche auf der Jagd nach fischen waren. Diese Haie waren aber für den Menschen nicht gefährlich. Viel mehr sorgen machten sich alle wegen den Quallen. Man hätte wegen der Qualensaison nicht ohne Schwimmanzug in das Wasser reingehen dürfen, denn dies hätte tödlich enden können. Wir waren drei mal täglich Schnorcheln und ich hatte einmal eine Qualle gesehen. Man musste also wirklich Pech haben, um von so einem Tier gestochen zu werden.
Kaum zurück von der See ging es schon zum nächsten spontanen Ausflug. Diesmal buchten wir einen Schnorcheltrip zum Great Barrier Reaf. Dieses riesige Korallenriff ist ein Naturwunder und wenn man diese vielen bunten Farben im Wasser sah, kam man sich wie in einer Fantasiewelt vor und ist kaum in Worte zu fassen.
Bevor meine Weiterreise nach Argentinien geht und Sandra auf den Heimweg macht, machten wir noch einen Halt in Melbourne, wo wir noch viel einkauften und die letzen Tage in Australien genossen. Die Stadt bietet extrem viel und hat eine gute Kunst- und Musikszene. So besuchten wir ein Musical und waren noch am Bob Dylan Konzert.
Samstag, 26. März 2011
Neuseeland
Nach mehr als drei Monaten Südamerika war dieses Thema vorübergehend abgeschlossen. Vorübergehend, weil ich Ende April meinen Sprachaufenthalt in Buenos Aires antreten werde und somit nochmals nach Argentinien zurückkehren werde. Aber vorerst standen noch die Stationen Neuseeland und Australien auf dem Programm. Mit der LAN flog ich über Santiago de Chile nach Auckland. Es war mir vorher kaum bewusst, aber mehrere Stunden nach den Ankunft erlitt ich einen riesen Kulturschock. Obwohl in Neuseeland alles sehr sauber und gut organisiert ist, fühlte ich mich anfänglichst nicht wohl. Im Hostel mit über 600 (!) Schlafplätzen angekommen, vermisste ich die Warmherzigkeit Südamerikas. Man wurde nicht herzlich empfangen, auf dem Gang grüsst man sich nicht mehr unter den Backpackern und sowieso lacht einem niemand mehr ins Gesicht. Naja, so flüchtete ich schnell von diesem Hostel und machte mich auf Erkundungstour in Auckland, eine hübsche Stadt mit wenig Charm. Irgendwie kam man sich in dieser Stadt so vor, als wäre man irgendwo in Asien, den ein Drittel der Einwohner waren Leute mit indischen Wurzeln, ein drittel mit asiatischen, und ein drittel mit europäischen. Zudem gab es auch kaum eine Durchmischung dieser ethnischen Gruppen, so dass alle unter ihresgleichen verkehrten.
Sandra war schon ein Monat vor mir nach Neuseeland gereist und buchte mit der "Kiwi-Experience" eine Tour auf der Nord- und Südinsel. Die Tour ist organisiert und man kann bequem von Ort zu Ort reisen, aussteigen und ein paar Tage dort verweilen. Sandra war schon mit dieser Organisation unterwegs und ich sollte in den nächsten Tagen unterwegs zu ihr stossen. Also machte ich mich mit dieser Agency auf die Reise und dann traf mich der zweite Kulturschock. Fünfzig Jugendliche im Alter zwischen 18 und 25ig reisten in einem Bus. Während man in Südamerika sich auf abenteuerliche Weise durchkämpft, fühlte man sich in Neuseeland irgendwie wie in einem grossen Vergnügungspark, wo neben Essen, Unterkunft und Activities alles organisiert war. Der Bus machte irgendwo einen Stopp, alle rannten aus dem Bus, machten Fotos und weiter ging die Reise. Ich benötigte meine Zeit, um mich an Mickey Maus und Co zu gewöhnen. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass es auch seine Vorteile hat, so zu reisen, denn man lernte schnell viele neue Leute kennen, welche man später immer wieder antraf. Mit Kiwi zu reisen war definitiv nicht unser Favorit, doch durch ein super Angebot war die Reise 60% günstiger als sonst. Zudem hatten wir in Neuseeland nur drei Wochen Zeit, somit war es die einfachste Möglichkeit beide Inseln zu erkunden. Auch machte man teils in sehr kleinen Dörfer einen Stopp, wo ausser dem Hostel nichts war. Dank dem, dass wir in einer grossen Gruppe reisten, wurde einem am Abend nie langweilig. So wurde teils auch von Kiwi immer wieder BBQ und Parties veranstaltet. Eines der Highlights da, war sicher die Kostümparty, wo jeder mit wenigen Mitteln sich etwas zusammen basteln musste.
Die Nordinsel erinnerte mich vielmals an die Gegend rund um Schaffhausen. Viel Grün, hügelig und auf den Wiesen weideten die Kühe. Nur das es halt noch Traumstrände gab. Endlich traf ich dann wieder Sandra, mit welcher ich den ersten Adventure Trip machte: Blackriver Rafting. Bei 11 Grad kaltem Wasser und mit einen Pneu ausgerüstet schlängelten wir einem unterirdischem Fluss entlang. Dies war definitiv nichts für Leute mit Platzangst. Teils Abschnitte der Decke wurden von "Glühwürmchen" beleuchtet, was irgendwie sureal wirkte, aber wunderschön war. Neuseeland ist vorallem für die schöne Natur bekannt und die vielen Aktivitäten (Bungy, Skydive, Walks uvm.). Auch wenn dies alles nicht günstig war, lohnte es sich auf alle Fälle, an denen teilzunehmen und es machte die ganze Reise zu einem unvergesslichen Abenteuer.
Ein paar Tage später packten wir den Tangaroa Walk an, einer der zehn schönsten Walks der Welt, welcher ca. 8 Stunden dauerte. Morgens um 5.00 Uhr aufgestanden um den Sonnenaufgang zu sehen, traf man leider noch auf viele Nacktwanderer. Der Walk führte an einem Vulkan vorbei, welche die Herr der Ringe Fans als Mordor kennen. Die Landschaft veränderte sich zig mal und immer wieder waren wir von dieser Natur überwältigt.
Als wäre dieser Marsch an einem Tag nicht schon genug gewesen, stürzten wir uns wortwörtlich ins nächste Vergnügen. Beim Skydive in Taopo sprangen wir von 15000 feets (4700 Meter?) aus einem Flugzeug und genossen den freien Fall, welcher über eine Minute dauerte. Es ging uns wie allen, die dies erlebt haben. Wir wären am liebsten grad zweimal gesprungen.
Da in Christchurch immernoch Häuser am einstürzen waren, mussten wir diese Station auslassen und so fuhren wir direkt nach Queenstown, eine Stadt, die bei den Backpackern vorallem wegen dem grössten Bungy-Jump und dem Nachtleben bekannt ist. So kamen auch wir nicht drumherum, an dieser Aktivitäten teilzunehmen. Im Gegensatz zu Sanda hat meine Wenigkeit beim Bungy gekniffen, dafür den Navis-Arch bewältigt. Im Gegensatz zum Bungy hängt man beim Arch schon Kopfüber und kann den Absprung nicht selber beeinflussen. So hängt man also auf dem Kopf in 150m in der Luft und wartet bis man endlich von den "Qualen befreit" wird, während die Mitarbeiter einem erklären, dass sie zur Zeit technische Probleme haben und darum man noch ein bisschen länger hängen muss. Alles wurde natürlich inszeniert, um das Adrinalin auf die Spitze zu treiben. Im Gegensatz zum Bungy wird die Flugkraft nicht durch ein Seil gebremst, was eine länger Flugzeit zur Folge hat. Aber trotzdem ging alles viel zu schnell und so war es für mich furchteinflössender, als sie uns wieder die 150m langsam hinaufzogen.
Da Christchurch gepsperrt war, befanden sich überdurchschnittlich viele Leute in Queenstown, was dazu führte, dass wir fast nicht mehr von dort wegkamen und beinahme den Flug verpasst hätten. Diesmal hatten wir Glück gehabt und so konnten wir ohne Zwischenfälle nach Sydney fliegen, wo uns das heisse Klima empfing.
Sandra war schon ein Monat vor mir nach Neuseeland gereist und buchte mit der "Kiwi-Experience" eine Tour auf der Nord- und Südinsel. Die Tour ist organisiert und man kann bequem von Ort zu Ort reisen, aussteigen und ein paar Tage dort verweilen. Sandra war schon mit dieser Organisation unterwegs und ich sollte in den nächsten Tagen unterwegs zu ihr stossen. Also machte ich mich mit dieser Agency auf die Reise und dann traf mich der zweite Kulturschock. Fünfzig Jugendliche im Alter zwischen 18 und 25ig reisten in einem Bus. Während man in Südamerika sich auf abenteuerliche Weise durchkämpft, fühlte man sich in Neuseeland irgendwie wie in einem grossen Vergnügungspark, wo neben Essen, Unterkunft und Activities alles organisiert war. Der Bus machte irgendwo einen Stopp, alle rannten aus dem Bus, machten Fotos und weiter ging die Reise. Ich benötigte meine Zeit, um mich an Mickey Maus und Co zu gewöhnen. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass es auch seine Vorteile hat, so zu reisen, denn man lernte schnell viele neue Leute kennen, welche man später immer wieder antraf. Mit Kiwi zu reisen war definitiv nicht unser Favorit, doch durch ein super Angebot war die Reise 60% günstiger als sonst. Zudem hatten wir in Neuseeland nur drei Wochen Zeit, somit war es die einfachste Möglichkeit beide Inseln zu erkunden. Auch machte man teils in sehr kleinen Dörfer einen Stopp, wo ausser dem Hostel nichts war. Dank dem, dass wir in einer grossen Gruppe reisten, wurde einem am Abend nie langweilig. So wurde teils auch von Kiwi immer wieder BBQ und Parties veranstaltet. Eines der Highlights da, war sicher die Kostümparty, wo jeder mit wenigen Mitteln sich etwas zusammen basteln musste.
Die Nordinsel erinnerte mich vielmals an die Gegend rund um Schaffhausen. Viel Grün, hügelig und auf den Wiesen weideten die Kühe. Nur das es halt noch Traumstrände gab. Endlich traf ich dann wieder Sandra, mit welcher ich den ersten Adventure Trip machte: Blackriver Rafting. Bei 11 Grad kaltem Wasser und mit einen Pneu ausgerüstet schlängelten wir einem unterirdischem Fluss entlang. Dies war definitiv nichts für Leute mit Platzangst. Teils Abschnitte der Decke wurden von "Glühwürmchen" beleuchtet, was irgendwie sureal wirkte, aber wunderschön war. Neuseeland ist vorallem für die schöne Natur bekannt und die vielen Aktivitäten (Bungy, Skydive, Walks uvm.). Auch wenn dies alles nicht günstig war, lohnte es sich auf alle Fälle, an denen teilzunehmen und es machte die ganze Reise zu einem unvergesslichen Abenteuer.
Ein paar Tage später packten wir den Tangaroa Walk an, einer der zehn schönsten Walks der Welt, welcher ca. 8 Stunden dauerte. Morgens um 5.00 Uhr aufgestanden um den Sonnenaufgang zu sehen, traf man leider noch auf viele Nacktwanderer. Der Walk führte an einem Vulkan vorbei, welche die Herr der Ringe Fans als Mordor kennen. Die Landschaft veränderte sich zig mal und immer wieder waren wir von dieser Natur überwältigt.
Als wäre dieser Marsch an einem Tag nicht schon genug gewesen, stürzten wir uns wortwörtlich ins nächste Vergnügen. Beim Skydive in Taopo sprangen wir von 15000 feets (4700 Meter?) aus einem Flugzeug und genossen den freien Fall, welcher über eine Minute dauerte. Es ging uns wie allen, die dies erlebt haben. Wir wären am liebsten grad zweimal gesprungen.
Die Tage darauf wurden leider vom schweren Erdbeben in Christchurch überschattet. Auch wenn wir vom Beben nicht viel mitbekamen, sank die Stimmung bei uns und im ganzen Land. Zum Glück waren wir zu diesem Zeitpunkt auf der Nordinsel und das Beben fand auf der Südinsel statt.
Von der wunderschönen Hauptstadt Wellington ging die Reise mit der Fähre zur Südinsel weiter. Je südlicher wir kamen, desto kälter wurde es und nachts konnte es sogar die 0 Grad Grenze erreichen. Tags durch war das Klima aber sonst sehr angenehm, teils wie an einem warmen Frühlingstag in der Schweiz. Als wir den Gletscher von Franz Josef erklummen, mussten sogar die Handschuhe und Mützen montiert werden. Mit Spezialschuhen (spikes) durchwanderten wir einen Tag lang das Eis, welches je nach Dicke die Farben wechselte, von Weiss über Blau, bis zu Violett. Obwol wir auch in der Schweiz Gletscher haben, war es für uns das erste Mal, dass wir so nahe zu einem hinkamen.Da in Christchurch immernoch Häuser am einstürzen waren, mussten wir diese Station auslassen und so fuhren wir direkt nach Queenstown, eine Stadt, die bei den Backpackern vorallem wegen dem grössten Bungy-Jump und dem Nachtleben bekannt ist. So kamen auch wir nicht drumherum, an dieser Aktivitäten teilzunehmen. Im Gegensatz zu Sanda hat meine Wenigkeit beim Bungy gekniffen, dafür den Navis-Arch bewältigt. Im Gegensatz zum Bungy hängt man beim Arch schon Kopfüber und kann den Absprung nicht selber beeinflussen. So hängt man also auf dem Kopf in 150m in der Luft und wartet bis man endlich von den "Qualen befreit" wird, während die Mitarbeiter einem erklären, dass sie zur Zeit technische Probleme haben und darum man noch ein bisschen länger hängen muss. Alles wurde natürlich inszeniert, um das Adrinalin auf die Spitze zu treiben. Im Gegensatz zum Bungy wird die Flugkraft nicht durch ein Seil gebremst, was eine länger Flugzeit zur Folge hat. Aber trotzdem ging alles viel zu schnell und so war es für mich furchteinflössender, als sie uns wieder die 150m langsam hinaufzogen.
Da Christchurch gepsperrt war, befanden sich überdurchschnittlich viele Leute in Queenstown, was dazu führte, dass wir fast nicht mehr von dort wegkamen und beinahme den Flug verpasst hätten. Diesmal hatten wir Glück gehabt und so konnten wir ohne Zwischenfälle nach Sydney fliegen, wo uns das heisse Klima empfing.
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