Fahrt in den Süden "Baja California"
"What? Are you going to TJ? You are crazy!" hiess es in San Diego, als wir erzählten, dass wir nach Tijuana reisen. Eigentlich wollten wir nach der Grenze nur in den Bus steigen, aber da es am Zoll noch viel Formalitäten zu regeln gab, wegen Sandra's US Visum, verbrachten wir trotzdem einige Stunden in TJ. Die Zieldestination war Ensenada, welches für den excellenten Wein bekannt ist und wo wir nach einerhalbstündigen Fahrt ankamen. Die Englischkenntnisse nahmen hier in der Bevölkerung rapide ab und wir mussten uns mit meinen wenigen Spanischkenntnisse sowie mit Händen und Füssen durchkämpfen. Was zum Glück erstaunlich gut ging. Beim Spaziergang am Hafen genossen wir den Sonnenuntergang und beobachteten das Treiben. Nach dem Essen statteten wir dem Dorfzirkus einen Besuch ab: Tiger, Clowns und viel Acrobatic stand auf dem Programm.
Am nächsten Tag um 14 Uhr nahmen wir den Bus in Richtung Süden der nächsten kleineren Stadt entgegen. Der Bus fährt 2x täglich, 2 Uhr mittags und 2 Uhr morgens. Von nächtlichen Busfahrten wird in Mexico grundsätzlich abgeraten, deshalb entschieden wir uns für die Mittagsfahrt. Wir hätten um 20 Uhr in der nächsten Stadt sein sollen, doch der Bus hatte soviel Verspätung, dass wir erst um 23 Uhr das Ziel erreichten. Um diese Zeit im Dunkeln ein Hotel zu finden, eine Nacht zu bezahlen und am nächsten Tag weiterzureisen, hätte sich nicht gelohnt, so entschieden wir uns, bis am nächsten Morgen direkt weiterzufahren. Gemäss Fahrplan sollten wir in der nächsten Stadt um 10 Uhr morgens eintreffen. So begann im Bus die Feilscherrei ins nächste Dorf. Da wir keine Tickets hatten, mussten wir einen willkürlichen Aufpreis bezahlen. Nach zähen Verhandlungen einigten wir uns auf einen einigermassen fairen Preis. Meine Worte "Mafioso" hatte er verstanden und dazu gelacht. Die Buse in Baja sind sehr konfortabel aber auch teuer. Dieser Bus wird abwechslungsweise von zwei Chauffeuren von TJ nach La Paz gefahren. Die Fahrt dauerte 24 Stunden. Nur die fast stündlichen Militärkontrollen waren unangenehm, da die Soldaten sehr viel Freude an westlichen Frauen haben.
Endlich eingeschlafen wurden wir bald wieder geweckt. Wir sind angekommen, hiess es. Draussen war es stockfinster. "Que hora es?" 4.30 morgens lautete die Antwort. Ui, hat wohl Gas gegeben. Nee, aussteigen lohnt sich nicht. Wir fuhren durch nach La Paz. Zähe Verhandlungen folgten. So hatten wir für die Strecke, welche wir fast eine Woche eingeplant hatten, schliesslich nur 24 Stunden.
Aber es hat sich gelohnt, denn das was darauf folgte, war ereignisreich.
La Paz - Cabo San Lucas
In La Paz lebt sichs gut. Viele mexikanische Touristen suchen diesen Ort auf, um Ferien zu machen. Man bekommt das mexikanische Leben gut zu spüren. Am Abend bei Sonnenuntergang läuft man dem Strand entlang, beobachtet die Fischer und von überallher erklingt Musik. La Paz wirkt wie eine Mittelmeerstadt in Italien oder Spanien. Sehr gemütlich und schön. Wir übernachteten vorerst nur eine Nacht und machten uns am nächsten Morgen auf den Weg an die Südspitze von Baja California. Cabo San Lucas hiess unser Ziel. Wir hatten keine Ahnung was uns dort erwartet, aber alle Mexikaner mit welchen wir in Kontakt traten, empfahlen uns die Ortschaft. Unterdessen reisen wir praktisch nur noch auf Empfehlung. Man lernt hier soviele Leute kennen und alle haben uns einen guten Tipp. Besser als jeder Reiseführer.
In Cabo San Lucas empfahl man uns das wunderschöne Hotel Cabo Inn, wo wir draussen übernachteten unter freiem Himmel in einem Himmelbett. Es war Samstag und wir wussten nicht, dass Cabo eine irre Partystadt ist, sodass wir fast kein Auge zugetan hatten. Am Beach hatte es einige Hotelanlagen welche von den Amis gut besucht werden. Cabos gehört zu den teuersten Destinationen in Mexico und im Hafen wimmelte es von teuren Yachten, Restaurants und Geschäften. Auch die Nightclubs waren mit USD 100 Eintritt sehr exclusiv. Nichts für Weltenbummler mit kleinem Budget. Hang looose war unser Motto - so genossen wir die Stimmung sowie das schöne Wetter. Die Nachbarstadt San José sei die Stadt mit dem höchsten Alkoholkonsum der Welt. Dort in der Nähe befindet sich das bekannte Hotel "California", welchem die "Eagels" dem bekanntem Song widmeten.
http://www.youtube.com/watch?v=QgLfoQfmSQ4
La Paz - Isla Espiritu Santo
Zurück in La Paz machten wir uns auf die Suche nach einem Hotel und fanden ein Unikat. Ein Hotel - Museum in welches wir uns von Anfang an verliebten. Es gehörte einem mexikanischen Arzt, der zwar in seine Jahre gekommen ist, jedoch 100% Loco ist - ein Künstler versteht sich. Jeden Abend sass man in einer interessanten Gruppe zusammen. Diese bestand aus ein paar Touristen, einem mexikanischen Sänger und einem Diplomaten, welche den verrückten Geschichten des "el doctor" interessiert zu lauschten. Die verrückteste Geschichte erzählte er uns jedoch von seinem ehemaligen Haustier, einem Affen, welcher an einer Überdosis Kokain starb und nun ausgestopft auf der Terrasse des Hotels ausgestellt ist. Während dem Erzählen, machte der Arzt die Runde mit der Tequila Flasche und immer wieder hiess es "viva mexico cabrones!"
Von La Paz aus, 20 Minuten mit dem Bus befinden sich wunderschöne Strände, wie wir Sie in Mexico noch nie gesehen hatten. Menschen leer, nur ein paar Strandhütten, wo ein paar Einheimische mit Jetski und Bootstouren Ihr Geld zu verdienen versuchten. Leider fehlte es an Touristen und so waren wir schnell im Mittelpunkt des Geschehens. Sie sprachen fast kein Englisch, wir fast kein Spanisch, trotzdem verstanden wir uns. Sandra hatte zum ersten Mal die Erfahrung mit einem "Baby-Jellyfish" gemacht, was sehr auf der Haut brannte. Jose, einer der Einheimischen, hatte Essig dabei und so verheilte alles sehr schnell. Mit Jose befreundeten wir uns sehr schnell und hatten von Anfang an ein super Verhältnis. So durften wir gratis Jetski fahren und entschlossen uns mit ihm einen Ausflug auf die Insel "Espiritu Santo" zu machen, welche unter Naturschutz steht. Diese Insel ist bekannt für die wunderschönen Strände, sowie die Seelöwen-Kolonie. Das Schnorcheln mit den Seelöwen war eines der Highlights, diese waren so verspielt und unglaublich flink im Wasser. Wir spielten mit Ihnen eine Art "Fangen" und hatten extrem viel Spass. Jose holte uns jeden Morgen mit dem Auto ab und brachte uns wieder am Abend zurück. Mit lauter Musik fahren wir jeden Abend dem Sonnenuntergang entgegen. So endete das Abenteuer Baja California und bald geht es mit der Fähre in Richtung Festland weiter, wo uns nachher die Zugfahrt nach Chihuahua erwartet.
Hola Amigos que tal??
AntwortenLöschenWe gots we stohts?? Dä TJ hät mir dä link zu eurem Blog gä!!
Isch jo ächd mega genial was ihr alles erläbäd und gseh händ!!
Hoff eu gots so wiet guet und das ihrs gnüssäd t'wält zentdeckä!!
Bi mir gots jo no äs wili bis i chan go...
Hebäd eu sorg und gnüssäd jede Tag wieter hin uf eurä Endeckigsreis.
Liebi Grüess us dä SAU chaltä schwiz (brrrr)
saludos Corinne